SPD-Vorschlag für Anlageprodukte: Die Ampel soll es richten |
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Die nahende Bundestagswahl lässt die um Wählerstimmen buhlenden Parteien mit immer neuen Ideen aufwarten, wie die Welt im Falle einer Regierungsbeteiligung besser gemacht werden kann. Was bereits im Lebensmittelbereich diskutiert wurde, soll nach Überlegungen der SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks auch bei Finanzanlageprodukten mehr Klarheit bringen:
die „Ampel".
Nach den Vorstellungen der SPD-Schatzmeisterin und Verbraucherschutz-Expertin im Team von SPD-Kanzlerkanditat Steinmeier soll eine unabhängige Stelle sämtlich Anlageprodukte auf ihre Risiken hin überprüfen, um diese sodann mit einem Rot für risikoreiche Produkte, einem Gelb für moderate Risiken oder einem Grün für risikoarme Produkte zu versehen. Darüber hinaus sollen die wichtigsten Informationen zu dem beworbenen Anlageprodukt auf einem Informationsblatt zusammengefasst sein, dass dem Anleger auszuhändigen ist. Bei der Einsortierung von Anlageprodukten in die drei Risikokategorien stellt sich jedoch die Frage der Objektivität bei der Bewertung der Risiken. Dass dies gar nicht so einfach ist, zeigte der Versuch einer Verbraucherzentrale, Anlageprodukte für die Altersvorsorge mit der „Ampel" zu kennzeichnen. Der Anbieter einer Lebensversicherung ging gegen die Einstufung seines Produktes auf „Rot" gerichtlich vor und bekam Recht. Vermutlich würde die Belegung sämtlicher Anlageprodukte mit einer „Ampel" eine Klageflut solcher Anbieter nach sich ziehen, die weniger gut bei der Einstufung davon kommen. Auch der Bundesverband deutscher Banken äußert sich kritisch zu den Plänen der SPD-Schatzmeisterin. Er ist der Auffassung, dass die Produkte auf den Finanzmärkten viel zu komplex seien, um sie mit einem drei-Stufen- Bewertungssystem hinsichtlich des Anlagerisikos kategorisieren zu können. |
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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
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