www.BeraterHaftung.de

Medienfonds wollen Finanzbehörden verklagen

Nach der Aberkennung von Steuervorteilen für geschlossene Medienfonds durch die Finanzbehörden gehen die Fonds nunmehr zum Gegenangriff über und wollen gerichtlich gegen die Steuernachforderungen vorgehen. Nach dem Zugang der geänderten Feststellungsbescheide sollen dem Vernehmen nach unmittelbar entsprechende Klagen eingereicht werden. Damit dürfte im Oktober 2009 zu rechnen sein.

Für Anleger in bestimmte geschlossene Medienfonds bedeuten die veränderte Sichtweise der Finanzbehörden Steuernachforderungen in Milliardenhöhe, da die auf sie entfallenden Verlustzuweisungen aus den Fonds erheblich geringer ausfallen. Insgesamt sollen rund 100.000 Anleger von den Steuernachforderungen betroffen sein. Immerhin haben die Finanzbehörden angekündigt, der Aussetzung der Vollziehung zustimmen zu wollen, bis die Rechtslage geklärt ist. Das kann sich allerdings hinziehen. Sollte sich der Klageweg bis zum Bundesfinanzhof hinziehen, könnten einige Jahre ins Land gehen.

Anleger sollten jedoch daran denken, dass durch den möglicherweise langen Zeitraum bis zur Klärung der Rechtslage Schadenersatzansprüche gegen die Fondsgesellschaften, Banken oder Anlagevermittler verjährt sein könnten. Bisher ist nicht bekannt, ob diese ihre Klagen mit einer Verjährungsverzichtserklärung gegenüber den Anlegern verbinden wollen. Betroffene Anleger sollten sich hier beraten lassen, um nicht am Ende mit dem Schaden alleine dazustehen, sollten die Klagen gegen die Finanzbehörden verloren werden.

 

Vermittlerportal

Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

Weiterlesen-Link
Banner
Banner