Geldanlage in Schiffsfonds: Möglichkeiten des Ausstiegs |
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Einst galten sie als lukrative Geldanlagemöglichkeit, doch seit dem Beginn der Wirtschaftskrise vor rund einem Jahr gehören Beteiligungen an Schiffsfonds nicht unbedingt zu den cash cows.
So mancher Fonds steht angesichts der anhaltenden Auftragsflaute vor dem Aus. Für Anleger kann dies nicht nur den Totalverlust der Einlage bedeuten, schlimmer noch droht unter Umständen eine Nachschusspflicht. Ein Verkauf der Beteiligung ist angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation unrealistisch.
Dennoch gibt es Möglichkeiten des Ausstiegs aus einer derartigen Geldanlage, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Eine solche Möglichkeit stellt die Rückabwicklung des gesamten Geschäftes dar. Dies ist dann möglich, wenn der Anlagevermittler, z.B. eine Bank, eine Provision für die Vermittlung der Geldanlage erhalten hat und der Anleger über diese Tatsache nicht im Vorfeld des Vertragsabschlusses informiert worden ist. Diese Aufklärungspflicht gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Januar dieses Jahres auch für geschlossene Fonds. Da Schiffsfonds in der Regel als geschlossene Fonds organisiert sind, unterfallen diese daher auch der Aufklärungspflicht über Vertriebsprovisionen. Kann eine verdeckte Rückvergütung nachgewiesen werden, so kann die Rückabwicklung der gesamten Beteiligung an dem geschlossenen Fonds verlangt werden. Eine weitere Möglichkeit des Ausstiegs aus der ungeliebten Geldanlage eröffnet sich, falls der Anleger im Vorfeld des Vertragsabschlusses nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Geldanlage aufgeklärt wurde. Dies ist nicht selten der Fall, z.B. wenn der Verkaufsprospekt die der Anlage inne wohnenden Risiken nur unzureichend oder gar nicht beschreibt, bzw. wenn der Verkaufsprospekt zu spät oder gar nicht ausgehändigt wurde. Anleger, die nach Möglichkeiten zum Ausstieg aus einem Engagement in einem geschlossenen Fonds - z.B. Schiffsfonds - suchen, sollten sich gründlich fachlich beraten lassen, um ihre Rechtsposition realistisch einschätzen zu können |
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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
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