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Banken unfähig dazuzulernen

Die Banken sind offenkundig nicht in der Lage, längst festgestellte Defizite bei der Beratung von Anlegern abzustellen. So kann man jedenfalls das Ergebnis einer Studie der Stiftung Warentest zusammenfassen, die sich mit der Beratungsqualität von Banken bei Geldanlagegeschäften beschäftigt. Sie kam dabei zu erschreckenden Ergebnissen.

Kaum ein Institut hatte im Verlauf der Studie, bei der immerhin 147 Beratungsgespräche geführt wurden, nach der finanziellen Situation der Testkunden gefragt, geschweige denn hinreichend über die angebotenen Finanzprodukte und deren Risiken aufgeklärt. Gerade mal drei Institute schafften ein „befriedigend". Alle anderen mussten als Benotung ein „ausreichend" bzw. „mangelhaft" hinnehmen. Selbst Binsenweisheiten, wie dass eine höhere Rendite grundsätzlich auch ein höheres Risiko beinhaltet, gaben die Bankberater nicht an die Testkunden weiter und so wurden oftmals riskante Zertifikate, Aktien- oder Rohstofffonds angeboten, obwohl die Testkunden doch nach einer sicheren Geldanlage gefragt hatten. Zu ähnlichen Ergebnissen gelangten andere Studien in der Vergangenheit.

In einer ersten Reaktion zeigte sich die für Verbraucherschutz zuständige Ministerin Ilse Aigner (CSU) geschockt und forderte höhere Anforderungen für Bankberater. Sie müsste sich allerdings fragen lassen, warum sie bisher nicht viel unternommen hat, um die desolaten Zustände bei der Anlageberatung zu verbessern. Leider hat die Politik an dieser Stelle bisher nicht viel getan. Immerhin müssen Berater Anlegern ab Januar 2010 ein Beratungsprotokoll aushändigen, aus dem der Inhalt der Beratung und die angebotenen Finanzprodukte ersichtlich sind. Dies bedeutet zumindest eine Verbesserung bei der Beweisführung, ob ein Beratungsfehler vorliegt oder nicht.

 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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