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Strafsteuer auf Banker-Boni auch in Deutschland?

Großbritannien und Frankreich beabsichtigen eine Strafsteuer auf Boni, die während der Finanzkrise an Bankmanager ausgezahlt wurden. Ziel der Maßnahme ist, die unheilvolle Verknüpfung von variablen Gehaltsanteilen mit kurzfristigen Gewinnzielen aufzulösen, denn sie gilt als eine der Hauptursachen für das Entstehen der Finanzkrise.

Zwar gibt es in Deutschland bisher nur eine Art Selbstverpflichtung von Banken zur Begrenzung der Boni, diese ist jedoch freiwillig und wird auch nur von einigen Instituten abgegeben. Doch anscheinend wird auch in den deutschen politischen Parteien über das Für und Wider einer Strafsteuer auf Boni diskutiert, die während der Finanzkrise gezahlt wurden. So meldete sich beispielsweise der Landesgruppenchef der CSU, Hans-Peter Friedrich, im Deutschlandfunk zu Wort und forderte eine Abgabe auf solche Profite, die unter dem staatlichen Schutzschirm während der Finanzkrise angefallen sein. Sein Argument: ohne staatliche Rettungsaktionen hätte es auch keine solchen Profite gegeben. Sie seien daher auch nicht durch besondere Leistungen der Manager entstanden.

Ob sich Friedrich mit dieser Meinung in seiner Partei und diese sich dann in der Regierungskoalition durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin nährt die Diskussion über Maßnahmen gegen das unberechtigte Einstreichen von Windfall-Profits die Hoffnung, dass man dem Treiben mancher Institute nicht einfach tatenlos zusehen will.

 

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