Vorsicht bei Lebensversicherungs-Fonds |
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Der Zweitmarkthandel mit Lebensversicherungen hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Anleger können sich durch eine Beteiligung an Fonds, die Lebensversicherungspolicen aufkaufen und fortführen, an diesem Zweitmarkt beteiligen. Anbieter solcher Fonds werben mit attraktiven, zum Teil zweistelligen Renditen. Doch das Geschäft birgt erhebliche Risiken.
Die erzielbare Rendite hängt wesentlich davon ab, ob die versicherungsmathematischen Gutachten, die der Bewertung der einzelnen Policen zugrunde liegen, auch ins Schwarze treffen. Dies ist naturgemäß nicht immer so. Zum einen kann der medizinische Fortschritt dazu führen, dass an unheilbaren Krankheiten leidende Personen statistisch länger leben als zuvor berechnet. Zum anderen sind auch Betrugsfälle möglich, in denen die voraussichtlichen Lebenserwartungen bewusst falsch dargestellt werden. Daneben besteht auch die Gefahr, dass die tatsächliche Ablaufleistung einer Police nicht der ursprünglich angenommen entspricht. Wird dann auch noch ein Großteil des Fonds-Portfolios über Kredite finanziert, kann dies schnell die Rendite aufzehren. Dieses Schicksal widerfuhr beispielsweise Anlegern der König & Cie. Deutsche Leben I und II. Diese Fonds mussten abgewickelt werden. Schuld daran sollen vor allem der hohe Fremdfinanzierungsanteil und die geringeren zu erwartenden Ablaufleistungen der aufgekauften Policen gewesen sein. Für die Anleger soll dies angeblich zu einem Verlust von rund 38 Prozent führen. Anleger, die über einen Einstieg in den Zweitmarkthandel von Lebensversicherungen nachdenken, sollten sich daher nicht von den zum Teil versprochenen hohen Renditeerwartungen blenden lassen, sondern auch die möglichen Risiken vor der endgültigen Anlageentscheidung genau prüfen. |
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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
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