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Studie: Anlageberatung schafft keinen Mehrwert für Anleger

Einer Studie zufolge macht es keinen Unterschied, ob Anleger bei ihren Anlageentscheidungen den Rat eines Anlageberaters befolgen oder ob sie ihre Anlageentscheidung ohne professionelle Unterstützung fällen. Das berichtet der FOCUS am 30. Mai 2011. Laut Studie spielt es nicht einmal eine Rolle, ob es sich bei der Anlageberatung um einen unabhängigen Anlageberater oder einen Bankberater handelt.

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Universitäten Frankfurt am Main und Neapel durchgeführt. Sie führen das Ergebnis der Studie auf die Tatsache zurück, dass Anlageberater einerseits höhere Kosten verursachen und andererseits Fehler in der Anlageentscheidung ihrer Kunden nicht ausreichend korrigieren. Die Studie erhärtet auch den Verdacht, dass Bankberater bei Anlageempfehlungen vor allem den Vorteil der Bank vor Augen haben. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Anleger nach einer Anlageberatung deutlich häufiger Umschichtungen an ihrem Depot vornahmen und damit deutlich höhere Verwaltungskosten für ihr Anlage-Portfolio verursachten.

Die Wissenschaftler zeigten sich auch skeptisch, ob beispielsweise Produktinformationsblätter, wie sie ab Juli dieses Jahres eingeführt werden, zielführend sind. Zwar sollen diese Maßnahmen zusätzliche Transparenz bei Anlageentscheidungen schaffen. Die Wissenschaftler stellten jedoch fest, dass viele Anleger neutrale, unabhängige Anlageinformationen überwiegend nicht nutzen und letztlich doch eher auf ihr eigenes, im Durchschnitt mäßiges Anlagegeschick vertrauen.

 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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