BaFin: Beipackzettel für Wertpapiere sind unzureichend |
|
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die in diesem Jahr eingeführten Infoblätter für Wertpapiere als unzureichend kritisiert. Die sogenannten Beipackzettel wurden verpflichtend eingeführt, um Erwerber von Aktien, Zertifikaten oder Anleihen besser über die Risiken des Anlageprodukts aufzuklären.
Die BaFin kam nun nach einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass viele Banken bzw. Wertpapierdienstleister Infoblätter zu ihren Anlageprodukten herausgeben, die die angebotenen Produkte nicht konkret genug beschreiben. Auch würden häufig schwer verständliche Formulierungen verwendet oder die mit dem Erwerb der Geldanlage verbundenen Kosten würden nicht aufgeführt.
Die BaFin kommt in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass viele Infoblätter dem vom Gesetzgeber verfolgten Zweck - nämlich die kurze und prägnante Information über das Anlageprodukt - nicht gerecht werden. Sie kündigte an, die festgestellten Probleme mit den betroffenen Instituten zu besprechen und Änderungen zu verlangen. Der Fortschritt werde durch jährliche Nachprüfungen kontrolliert. Anleger sollten sich nach diesen ernüchternden Feststellungen der BaFin beim Wertpapierkauf nicht ausschließlich auf die sogenannten Beipackzettel verlassen, sondern auch andere Informationsquellen im Rahmen der Anlageentscheidung heranziehen. |
Sonstiges
Vermittlerportal
Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
Aktuelles
- Schadenersatz für Schrottimmobilie
- Krise bei Schiffsfonds: jetzt trifft es auch die Emissionshäuser
- Deutsche wollen mehr Durchblick bei Finanzen
- Vermögensverwaltungsfonds geschlossen
- Telekom-Prozess: schlechte Aussichten für geschädigte Anleger
- Fondsexperte: Krise bei offenen Immobilienfonds setzt sich fort
- Immobilien-Dachfonds wird aufgelöst
- Solar-Pleite trifft Kleinanleger
- Futura Finanz: Ex-Chef verhaftet
- Schrottimmobilie: finanzierende Bank zu Schadenersatz verurteilt
