Neuer Anlauf im Caviar-Creator-Prozess |
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Vor dem Düsseldorfer Landgericht hat die Neuauflage des Prozesses gegen den ehemaligen Chef des Kaviar-Produzenten Caviar Creator begonnen. Ihm wird Kapitalanlagebetrug vorgeworfen. Der zweite Anlauf wurde notwendig, weil der Vorsitzende Richter plötzlich verstorben war.
Für den Angeklagten geht es um viel. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 10 Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54-jährigen ehemaligen Chef der Unternehmensgruppe vor, bei Anlegern einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht zu haben. Um an das Geld der Investoren zu gelangen, sollen immer wieder Börsengänge angekündigt und überhöhte Gewinne in Aussicht gestellt worden sein. Die eingesammelten Anlegergelder sollten eigentlich in den Aufbau mehrerer Kaviar-Produktionsanlagen investiert werden und das Unternehmen zu einem führenden Kaviar-Produzenten aufsteigen. Die Realität war natürlich eine andere. Es entstand lediglich eine Zuchtanlage in Mecklenburg-Vorpommern, von den anderen über die ganze Welt verstreuten Zuchtanlagen ist bis heute nichts zu sehen. Dem ehemaligen Chef des Unternehmens wird vorgeworfen, sich statt um den Produktionsaufbau vor allem um den telefonischen Vertrieb der Caviar Creator-Aktien gekümmert zu haben. Auf diese Weise soll ein Schneeballsystem entstanden sein, bei dem angeblich bis heute nicht klar ist, wo im einzelnen die rund 52,2 Mio. € Anlegergelder verblieben sind. Bis Ende Dezember will das Gericht in 29 Verhandlungstagen Licht ins Dunkel bringen. Anleger sollten neben der Prüfung eigener zivilrechtlicher Ansprüche gegen das Unternehmen bzw. dessen ehemaligen Chef auch Schadenersatzansprüche gegen etwaige Anlagevermittler in Betracht ziehen. Nicht immer wird bei der Vermittlung von Anlageprodukten ordnungsgemäß auf die möglichen Risiken hingewiesen. In diesem Fall trifft den Anlagevermittler grundsätzlich Schadenersatzpflicht. |
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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
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