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Lehman-Zertifikate: Prozesslawine gegen Hamburger Sparkasse

Die Hamburger Sparkasse (Haspa), größte Sparkasse in Deutschland, sieht sich mit ersten Klagen von Anlegern konfrontiert, die mit Lehman-Zertifikaten Verluste erlitten haben.
Nach Auskunft von Klägeranwälten werden weitere Klagen in Kürze folgen, da man den Eindruck habe, die Haspa sei nicht mehr zu kundenfreundlichen Lösungen bereit. Insgesamt sollen bis zu 4000 Kunden der Haspa von der Lehman-Pleite betroffen sein. Deutschlandweit wird von rund 40.000 Lehman-Geschädigten ausgegangen.

Bis heute liegen bereits bei verschiedenen deutschen Gerichten Klagen geschädigter Anleger gegen die jeweiligen Vermittler von Lehman-Zertifikaten vor. Wegen der Insolvenz von Lehman sind diese Wertpapiere praktisch wertlos geworden. Den vermittelnden Banken wird vorgeworfen, die Anleger nicht ausreichend über das bei dieser Anlageform bestehende Totalverlustrisiko aufgeklärt zu haben. Der Ausgang der Gerichtsverfahren sorgt für Spannung. Immerhin sind Anleger vor dem Landgericht Frankfurt am Main mit ihren Schadenersatzansprüchen wegen Falschberatung gescheitert.

Hoffnungsvollere Nachrichten zum Thema „Entschädigung von Lehman-Opfern“ sind aus der Schweiz zu hören. Dort sollen sich die Banken Crédit Suisse und NAB in einem ersten Schritt zu außergerichtlichem Schadenersatz in Höhe von rund 1 Mio. Schweizer Franken verpflichtet haben. Da die Empfänger der Entschädigungsleistungen angeblich eine Stillhaltevereinbarung unterzeichnen müssen, kann davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Entschädigungssumme um einiges höher ausfallen wird.
 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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