Neue Besen kehren gut: Citibank heißt jetzt Targobank |
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Ist der Ruf erst ruiniert, kann es gerade in einer Branche, die zum großen Teil vom Vertrauen der Kunden lebt, sinnvoll sein, den Neuanfang durch einen neuen Markennamen zu dokumentieren.
Dieser Gedanke liegt möglicherweise auch der Namensänderung der bisherigen Citibank in Targobank zugrunde.
Das Institut wurde im Jahr 2008 von der Citigroup an die französische Bank Crédit Mutuel verkauft, hatte aber mit dem Vertrauensverlust zu kämpfen, der durch die Lehman-Pleite entstanden war. Hinzu kam, dass ausgerechnet die Citibank stark im Vertrieb von Lehman-Zertifikaten auf dem deutschen Markt engagiert war. Sie geriet deshalb auch in die Schlagzeilen, weil viele Lehman-Opfer die Citibank als Anlagevermittler verklagten. Mit dem neuen Namen - wie könnte es anders sein - soll nun alles anders werden. Die Bank hat angekündigt, man wolle die Beratung verbessern und die Produktpalette vereinfachen. Ob diese Ankündigung Anleger überzeugen kann, wird sich zeigen. Zumindest im Hinblick auf die Lehman-Opfer, die ihre Zertifikate von der Citibank erworben hatten, zeigt das Unternehmen nach wie vor wenig Einsicht. So soll der Vorstandsvorsitzende Franz Josef Nick im Rahmen eines Interviews die Auffassung geäußert haben, er sei der Ansicht, dass seine Bank ihre Kunden damals ordnungsgemäß und sauber beraten habe. |
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