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Schnellballsystem aufgedeckt: 100 Mio. € Schaden

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Ermittler in Deutschland und anderen Ländern haben Zeitungsmeldungen zufolge einen groß angelegten Anlegerbetrug aufgedeckt. Dabei sollen mit einem Schnellballsystem rund 4.000 Anleger um rund 100 Mio. € geprellt worden sein. Zeitweise sollen mehr als 120 Ermittler im Einsatz gewesen sein. Bisher haben die Ermittlungen zur Verhaftung von drei Verdächtigen geführt, gegen die bereits Haftbefehle vorgelegen haben sollen.

Die Anlagebetrüger sollen Anlegern Anteile an dem New Yorker Unternehmen „Business Capital Investors" (BCI) vermittelt haben. Dabei wurden ihnen angeblich Renditen von bis zu 15,5 Prozent in Aussicht gestellt. In Wahrheit soll es sich hierbei jedoch um ein Schneeballsystem gehandelt haben, bei dem die scheinbaren Erträge aus neuen Anlegergeldern finanziert wurden. Die Ermittler konnten laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf „keine renditeträchtige Geschäftstätigkeit" des Unternehmens feststellen. Sie gehen davon aus, dass ein Großteil der eingezahlten Anlegergelder verloren ist.

Das Unternehmen BCI ist allerdings kein unbeschriebenes Blatt auf dem Anlagemarkt. Bereits im Jahr 2005 soll die Stiftung Warentest die Gesellschaft auf ihrer Warnliste geführt haben. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) soll in Sachen BCI tätig geworden sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass derzeit noch nicht alle geprellten Anleger bekannt sind. Sie bittet Betroffene deshalb darum, sich über eine hierfür eingerichtete Hotline des LKA Nordrhein-Westfalen (Tel. 0211/939-1564) zu melden.

 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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