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Solar-Pleite trifft Kleinanleger

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Die Pleite des Solaranlagen-Herstellers Solar Millenium trifft auch zahlreiche Kleinanleger. Pressemeldungen zufolge soll sich eine große Zahl von Kleinanlegern finanziell bei Solar Millenium in Form von Anleihen engagiert haben. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) rechnet mit bis zu 10.000 betroffenen Anlegern, deren Gelder nun wahrscheinlich größtenteils verloren sein dürften. Fachleute gehen davon aus, dass der Schaden in die hunderte Mio. € gehen könnte, da rund 300 Mio. € bei Anlegern eingesammelt worden sein sollen.

Nach Darstellung des Handelsblatts soll sich das insolvente Solarunternehmen sogar größtenteils über Kleinanleger finanziert haben. Hierfür soll das Unternehmen mit speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Prospekten geworben und es damit zu einem der größten Spieler auf dem Grauen Kapitalmarkt gebracht haben. Banken und Großanleger sollen sich angeblich weitgehend mit Investitionen in das Unternehmen zurückgehalten haben, nicht ohne Grund, wie sich jetzt zeigt.

Anlegerschützer raten betroffenen Anlegern, sich frühzeitig rechtlich beraten zu lassen. Zum einen sollten die eigenen Forderungen in das Insolvenzverfahren eingebracht werden, auch wenn die Aussichten, auch nur einen Teil des investierten Geldes zurückzuerhalten, gering sein dürften. Nach Aussage eines Sprechers des Insolvenzverwalters sollen betroffene Anleger Anfang Januar Auskünfte zu ihren Anlagen erhalten. Zum anderen sollte geprüft werden, ob und gegen wen Schadenersatzansprüche bestehen könnten. Die Prüfung möglicher Schadenersatzansprüche ist besonders wichtig, da Anleihen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nur nachrangig berücksichtigt werden und die Durchführung des Insolvenzverfahrens häufig viele Jahre in Anspruch nehmen kann.

 

Vermittlerportal

Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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