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N1 - Fragen und Antworten

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Viele Köche verderben den Brei! Frei nach diesem Motto muss der geprellte Anleger Massen von Informationen über sich ergehen lassen und wird bei der Suche nach deren Wahrheitsgehalt im Stich gelassen.

Worauf kann man sich im Informationswirrwarr noch verlassen?

Was ist passiert?

Michael Kuhn hat rund 4.300 Geschädigten 99 Millionen Euro abgenommen. Durch geschickte Verträge, eine offenbar inkompetente Geschäftsführung und den Gesellschafterbeschluss vom 28.11.2007, keine Sonderprüfung des Fonds zuzulassen, ist die Neuverteilung des Vermögens abgeschlossen. Die Anleger schauen in die Röhre!

Einen Totalverlust haben die meisten Zeichner durch ihre erhaltenen Steuervorteile zwar nicht zu verzeichnen, aber unterm Strich wird immer noch ein erheblicher Schaden übrig bleiben.

Was soll der Wechsel in der Geschäftsführung?

Herr Kuhn zog es vor das Handtuch zu werfen und das sinkende Schiff zu verlassen. Das ist, vom Standpunkt Kuhns aus betrachtet, zumindest wirtschaftlich gut nach zu vollziehen. Aber diese Flucht führte dazu, dass eine neue Geschäftsleitung ohne Plan von der Materie eingesetzt wurde. So machen sich die Abgesandten der Clou GmbH – die Herren Dr. Pöck und Vollath – noch nicht mal die Mühe, verbindlich zu erklären, dass sie Licht in das Dunkel bringen werden.

Da fällt es schon schwer, bei der Nennung der Firma „Clou GmbH“ nicht an die Gaunerkomödie aus dem Jahre 1973 zu denken – „Der Clou“. Hier brillierten Redford und Newman; brillieren jetzt die Herren Dr. Pöck und Vollath? Leider sticht die neue Geschäftsleitung nur dadurch hervor, keine zielführenden Informationen von sich zu geben.

Wieso wurde die Sonderprüfung des Fonds verhindert?

Als ich von dem Umstand erfuhr, dass auf der Gesellschafterversammlung des N1-Fonds ein Antrag auf eine Sonderprüfung des Fonds mit den Stimmen verschiedener Interessenvertreter abgelehnt wurde, war ich, gelinde gesagt, überrascht. Alles was der Aufklärung dienlich ist und den Mitgliedern zu Informationen verhilft, den Verbleib ihrer Einlagen aufzuklären, ist unbedingt zu unternehmen.

Mich hätte man kaufen müssen, um gegen den Antrag zu stimmen! - Wenn ich denn käuflich wäre.

Weshalb das so schlimm ist? Ganz einfach: Das Gutachten hätte dazu beitragen können, etwaiges Fehlverhalten der Verantwortlichen aufzudecken. Denn nur mit diesem Wissen lässt sich entscheiden, von wem Sie einen Ersatz Ihres Schadens verlangen können.

Wenn Sie bereits einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragt haben, sollten Sie ihn unbedingt auf eine verbindliche Aussage in dieser Sache ansprechen. Meines Erachtens sind die rechtlichen Nachteile gravierend: Wer ist für den entstandenen Schaden verantwortlich, wer kommt noch für die Haftung in Frage, wer hat sich ungerechtfertigt bereichert, usw.?

Darf eine offensichtliche Verquickung mit einem Rechtsanwalt vordergründig sein?

Immer öfter wird man von Interessengemeinschaften beworben, die ganz offen für eine bestimmte Anwaltskanzlei werben. Ich halte das für unlauter! Natürlich brauchen Sie zur Durchsetzung Ihrer rechtlichen Interessen einen Rechtsanwalt, aber die Wahl des geeigneten Anwalts sollte doch bitte jeder selber haben. Diese Interessengemeinschaften haben ganz offensichtlich nicht das Wohl des Mitgliedes zum Ziel, sondern die Mandatsbeschaffung.

Da Rechtsanwälte in der Öffentlichkeit nur eingeschränkt werben dürfen, entstehen immer häufiger Konstrukte, mit denen gewiefte Anwälte Interessengemeinschaften gründen. Personen, nicht immer tadellosen Rufes, werden damit beauftragt IG'en zu gründen und die hierfür gewonnenen Mitglieder zum Zwecke der Mandatsfindung an eben diese Rechtsanwälte zu vermitteln.

Ich bin der Meinung, dass eine IG – und vor allem deren Leitung - in erster Linie unabhängig sein muss und dies auch klar nach außen zu kommunizieren hat. Verbandlungen mit Rechtsanwälten oder gar unkritische Nähe zum Gegner sind zu unterlassen. Allzu schnell muss man sich sonst des Vorwurfes erwehren, parteilich oder gar bestechlich zu sein.

Sie merken: Fragen über Fragen!

Ich habe in meiner Tätigkeit als Sachverständiger seit 1999 hunderte von Gutachten erstellt: Gerichtsgutachten, Privatgutachten, Parteigutachten und Firmengutachten. Ich habe zahllosen Auftraggebern mit meinen Gutachten, Expertisen und Testaten zu beachtlichen Erfolgen verholfen, doch ein Hinweis auf diese Erfolge hilft Ihnen nicht bei der Beurteilung der aktuellen Erfolgsaussichten.

Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Die Mitglieder meiner IGen haben mir in den letzten 9 Jahren immer wieder bestätigt, dass nur Nichtstun falsch ist.

Vergewissern sie sich einfach vorher:

Ø       Ist der Organisator der IG fachlich Kompetent?

Ø       Ist er beruflich aktiv in die gesamte Materie eingebunden?

Ø       Ist er standesrechtlich zur Objektivität und zur Neutralität verpflichtet?

Ø       Ist die Mitgliedschaft für Sie mit einem geldwerten Vorteil verbunden?

Ø       Erhalten Sie eine Schadensexpertise?

Ø       Erhalten Sie regelmäßige Berichte?

Status Quo

Der aktuelle Status der Bemühungen auf Schadensersatz für die Geschädigten in Sachen N1 sieht nach unserem aktuellen Wissenstand folgendermaßen aus:

Ø       Ein abgeschlossener Vergleich, in dem eine Bank eine Entschädigung gezahlt hat

Ø       Ein Verfahren in erster Instanz gewonnen

Ø       Kein Verfahren unserer Mitglieder wurde bisher verloren

Ø       Diverse Rechtsstreitigkeiten werden derzeit gegen die vermittelnden Banken und die Geno Asset Finance GmbH geführt

Ich habe zwischenzeitlich gehört, dass Klagen verloren gegangen sein sollen. Von der Richtigkeit dieser Nachrichten konnte ich mich bis heute nicht überzeugen. Das einzige, was wir haben, sind die Aussagen diverser Banken und einer anderen IG. Aber nichts von dem wurde mir bisher bewiesen.

 

Vermittlerportal

Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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