Noch eine Anzeige gegen Phoenix-Insolvenzverwalter |
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Nachdem bereits Anfang November etwa zwanzig Finanzdienstleister den Phoenix-Insolvenzverwalter Frank Schmitt wegen Untreue und Betrugs angezeigt hatten (wir berichteten), hat jetzt auch noch einer der größten Investoren seine Ablösung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gefordert und ebenfalls Anzeige erstattet. Das berichtet das Handelsblatt, dem das Schreiben an die BaFin vorliegt. In dem Schreiben wird die Ablösung von Schmitt gefordert, da dieser keine Gewähr für die ordnungsgemäße Abwicklung bei Phoenix biete. Die BaFin hat den Eingang des Schreibens bestätigt und prüft nun den Vorgang. Nach wie vor geht es um die Klärung der Frage, ob bei Phoenix Treuhandkonten existierten, deren Gelder nicht der Insolvenzmasse zugeordnet werden dürften. Schmitt argumentiert, dass bei Phoenix sämtliche Gelder vermischt worden seien und daher eine Zuordnung zu Treuhandkonten nicht möglich sei. Schmitt gibt sich indes gelassen und weist darauf hin, dass bei solch großen Insolvenzverfahren immer mit Strafanzeigen zu rechnen sei. Erst kürzlich entschied das Landgericht Frankfurt in der Frage der Zuordnung von Geldern zu Treuhandkonten zu Gunsten eines Investors und ließ damit den Insolvenzplan bei Phoenix vorerst platzen. Seit der Phoenix-Insolvenz im März 2005 warten die Anleger nunmehr auf ihr Geld. Zu den 200 Millionen Euro, die ursprünglich aus der Insolvenzmasse kommen sollten, sollte die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) weiter 180 Millionen Euro beisteuern. Da sie aber nur 5 Millionen Euro in der Kasse hat, kommen auf die Mitgliedsunternehmen Nachzahlungen zu, gegen die aber wiederum Klagen anhängig sind. Ein wenig Licht am Ende des Tunnels gibt es aber doch: Laut Handelsblatt prüft die EdW, wie viel Geld sie vorab an die Phoenix-Opfer ausschütten kann – auch ohne gültigen Insolvenzplan. Anleger könnten dann vielleicht schon im März 2008 wenigstens einen Teil ihrer Gelder zurück erhalten.
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