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Exodus bei der EdW

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Die sowieso schon unter notorischer Finanzschwäche leidende EdW, die im Fall der Phoenix-Pleite für die Entschädigung der Investoren aufkommen soll, muss einen weiteren Aderlass verkraften: Immer mehr Mitglieder suchen das Weite, in dem sie eine Vollbanklizenz beantragen und danach zur Sicherungseinrichtung der privaten Banken wechseln. Sie müssten dann nicht mehr für die Entschädigung der Phoenix-Investoren aufkommen. Erste Mitglieder sind bereits im Februar dieses Jahres ausgestiegen. Die EdW will ihrerseits bis Ende des Jahres die ersten Sonderbeiträge bei den Mitgliedsunternehmen erheben, um danach mit der Entschädigung der Phoenix-Anleger beginnen zu können. Zunächst sollen von den ca. 180 Millionen Euro Schaden 30 Millionen Euro bei den Anlegern beglichen werden. Einige der EdW-Mitgliedsunternehmen scheinen sich jedoch selbst in einer prekären wirtschaftlichen Lage zu befinden, so dass die Sonderbeiträge und die damit verbundenen Rückstellungen bei ihnen zu einer Abnahme des Eigenkapitals unter die vorgeschriebene Grenze von 25 Prozent der jährlichen Kosten führen könnten. Sie betreiben daher Maßnahmen, um den Sonderzahlungen zu entgehen und haben dazu einen Rechtsverfolgungspool gegründet.

Die Entschädigung der Phoenix-Opfer steht damit nach wie vor auf äußerst wackeligen Beinen.
 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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