Lehman-Pleite: Schadenersatz prüfen |
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Die Pleite des Bankhauses Lehman Brothers hat Anlegern vor Augen geführt, dass auch vermeintlich sichere Geldanlagen nicht unbedingt vor dem Totalverlust schützen.
Auch in Deutschland haben zahlreiche Anleger ihr Geld in Zertifikaten des Bankhauses angelegt. Sie tragen dabei grundsätzlich das sog. Emittentenrisiko. Wegen der fehlenden Einlagensicherung droht ihnen daher im Falle der Insolvenz des Emittenten der Totalverlust bzw. eine unter Umständen geringe Quote im Rahmen des Insolvenzverfahrens. Um wenigstens einen Teil des entstandenen Schadens ersetzt zu bekommen, sollten betroffene Anleger prüfen, ob sie zum Zeitpunkt der Anlage ordnungsgemäß über deren Risiken aufgeklärt wurden. Dies erscheint deshalb Erfolg versprechend, da offenbar die Zertifikate des Bankhauses noch zu einen Zeitpunkt vertrieben wurden, als bereits Zweifel an der Solvenz der Bank bestanden. Auch wurden die Zertifikate oft per se als sichere Geldanlage vertrieben. Zum Teil sollen Anleger selbst auf Nachfrage über die tatsächliche Situation bei Lehman im Unklaren gelassen worden sein. In solchen Fällen bestehen für Anleger gute Aussichten, gegen den Anlagevermittler im Wege des Schadenersatzes vorzugehen. Dabei stehen die Chancen auf Schadenersatz um so besser, je näher der Kauf der Zertifikate am Datum der Insolvenz von Lehman liegt (15. September 2008). Hierzu sollte möglichst kurzfristig Expertenrat eingeholt werden, um bei der Durchsetzung der eigenen Ansprüche keine wertvolle Zeit zu verlieren. Darüber hinaus kann es zur Sicherung der eigenen Ansprüche auch notwendig werden, im Zuge des Insolvenzverfahrens über das Vermögen von Lehman die eigenen Forderungen in den USA anzumelden. Auch hierfür sollte man sich an einen in diesen Dingen erfahrenen Anwalt wenden.
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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.
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