Lehman-Opfer sind häufig Senioren |
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Nach einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat die Pleite des US-Bankhauses Lehman Brothers in Deutschland vor allem Senioren getroffen.
Das Durchschnittsalter der untersuchten Fälle, die sich in der Regel auf den Erwerb von inzwischen praktisch wertlosen Zertifikaten der Bank beziehen, liege bei rund 60 Jahren.
Viele von der Pleite betroffene Anleger haben nach Angaben der DSW Beträge von 10.000 bis 24.000 Euro investiert und zwar hauptsächlich unter Vermittlung der Citibank, Dresdner Bank, Commerzbank und Sparkassen. Auch auf die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass so viele ältere Anleger in die Lehman-Papiere investiert haben, findet die Studie eine Antwort: Die Papiere seien als absolut sicher angepriesen worden. Es bestehe allenfalls das Risiko des Ausfalls der Zinszahlung. Außerdem habe man häufig den Eindruck erweckt, die Papiere seien nur noch begrenzt verfügbar. Inzwischen dürfte klar geworden sein, was von der Beratungsqualität in den genannten Fällen zu halten ist. Zwar steht nach wie vor die Gesamtschadenshöhe noch nicht fest, dennoch gehen Schätzungen von bis zu 50.000 Anlegern aus, die wegen der Lehman-Pleite ihr Investment in die Zertifikate des Bankhauses abschreiben müssen. Die von der Citibank zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 27 Mio. Euro für die Entschädigung von Opfern sind da nicht einmal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
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