Lehman-Pleite: Forderungen erreichen astronomische Höhen |
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Die zum Insolvenzverfahren angemeldeten Forderungen der in Deutschland ansässigen Gläubiger des US-Bankhauses Lehman Brothers steigen und steigen. Hatten diese Ende September bereits rund 50 Mrd. Dollar an Forderungen angemeldet, so kamen seit dem nochmals rund 30 Mrd. Dollar hinzu.
Der Großteil dieser durch die deutschen Banken angemeldeten Forderungen besteht aus solchen von Kunden, die über diese Banken Papiere des US-Bankhauses erworben hatten.
Der Lehman-Insolvenzverwalter geht inzwischen davon aus, dass die Summe der weltweit angemeldeten Forderungen bei rund 1,2 Bill. Dollar liegen dürfte. Diese Zahl ist kein gutes Omen für die zu erwartende Quote aus dem Insolvenzverfahren, denn je Höher die Forderungssumme, desto geringer die auf den einzelnen Gläubiger entfallende Quote. Fachleute gehen davon aus, dass es ohnehin Jahre dauern wird, bis das Insolvenzverfahren zum Abschluss gebracht werden kann und selbst dann ist fraglich, ob die Gläubiger nennenswerte Beträge zurück erhalten. Anleger sollten deshalb nicht darauf verzichten, die Möglichkeit der Geltendmachung von Schadenersatz gegen den jeweiligen Vermittler der Lehman-Papiere zu prüfen. Dies kommt grundsätzlich z.B. dann in Betracht, wenn ein Beratungsfehler vorliegt. Wegen der Komplexität dieses Themas sollte hier unbedingt fachliche Beratung in Anspruch genommen werden.
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