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Anklage gegen Victory Medienfonds-Initiator

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Gegen den Initiator der Victory Medienfonds, Franz Landerer, hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage wegen Steuerhinterziehung und Untreue erhoben. Das berichtet das Handelsblatt am 5. Mai 2008.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bericht zufolge Landerer die Errichtung eines groß angelegten Schneeballsystems vor. So seien Gelder zwischen einzelnen Fonds verschoben und Einnahmen aus der Vermarktung von Filmen nicht an die Anleger ausgeschüttet, sondern an andere Fonds weitergereicht worden. Dazu kommt der Vorwurf des unberechtigten Absetzens von Betriebsausgaben.

Die Anklage ist das Ergebnis einer fast zweijährigen Ermittlungstätigkeit, bei der sich die Fahnder durch ein schier undurchschaubares Konglomerat von rund 30 Firmen zu kämpfen hatten. Die Victory Media AG hatte bereits Ende 2006 Insolvenz anmelden müssen (wir berichteten).

Für die Anleger bedeuten die Vorgänge rund um die Victory Medienfonds das inzwischen in dieser Branche Übliche: Neben dem wahrscheinlichen Verlust ihrer Anlage drohen ihnen nun auch noch Steuernachzahlungen, da die Finanzbehörden inzwischen die ehemaligen Steuersparmodelle einer gründlichen Prüfung unterziehen, die nicht selten mit Steuernachforderungen gegen die Anleger endet. Anlegern bleibt daher nur, sich frühzeitig beraten zu lassen, um wenigstens bestehende Möglichkeiten der Erlangung von Schadenersatz ausschöpfen zu können.
 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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