Wie man mit Kunstanleihen und -fonds Geld vernichtet |
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Das Kunstmagazin „art“ berichtet am 26. Mai 2008, wie der Hamburger Unternehmer Tarik Ersin Yoleri es schaffte, zahlreichen Anlegern das Geld für Investitionen in den Kunstmarkt aus der Tasche zu ziehen und dieses dann weitgehend zu verbrennen. Yoleri ist vor allem bekannt als ehemaliger Vorstand der inzwischen insolventen EECH Group AG. Das Unternehmen brachte die erste deutsche Kunstanleihe „Art Invest 2006“ auf den Markt und köderte Anleger mit Renditeversprechen von bis zu 8,8 Prozent per annum bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Renditen sollten aus den erwarteten Wertsteigerungen des Kunstbestands generiert werden, der für rund 25 Mio. Euro zusammengekauft worden sein soll. Daneben platzierte Yoleri über eine andere EECH-Tochter den „Art Estate Kunstfonds 01“, der Anlegern sogar Renditen von ca. zehn Prozent per annum in Aussicht gestellt haben soll. Quelle der versprochenen Wertsteigerungen sollte hier ein Portfolio von 25 ausgewählten Werken u.a. von Gerhard Richter und James Rosenquist sein. Leider steht den Investoren in die Kunst-Unternehmungen des Herrn Yoleri ein wenig angenehmes Erwachen ins Haus. Sowohl die EECH AG als auch die EECH Group AG haben Insolvenz angemeldet (wir berichteten). Die Zahlung der fälligen Zinsen auf die Kunstanleihe „Art Invest“ steht seit Februar aus und die Hoffnung ist gering, dass dies noch nachgeholt wird. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Yoleri. Er soll Gelder aus Wind- und Solarenergieanleihen für den Ankauf von Kunstwerken zweckentfremdet haben. Gleiches soll mit Kapital der EECH AG geschehen sein, so das Kunstmagazin „art“. Neben dem wahrscheinlichen Verzicht auf die fälligen Zinsen aus der Kunstanleihe werden Anleger sich wohl mit dem Gedanken an den Totalverlust ihres Investments anfreunden müssen.
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