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Anklage gegen Freenet-Chef

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Das Landgericht Hamburg hat bestätigt, dass eine Anklage gegen den Vorstandsvorsitzenden der Freenet AG, Eckhard Spoerr, und dessen Finanzvorstand, Axel Krieger, vorliegt. Das berichtet die FAZ am 12. August 2008.

Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht des Insiderhandels, der mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden kann. Ausgelöst wurde die Strafanzeige von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Auffälligkeiten beim Handel mit Freenet-Aktien bemerkt hatte. Angeblich sollen die Angeklagten im Jahr 2004 jeweils rund 80.000 Aktien aus ihnen zustehenden Aktienoptionen verkauft haben, kurz vor Bekanntgabe der Halbjahreszahlen der Gesellschaft. Danach brach der Kurs ein.

Spoerr steht auch in der Kritik wegen der Höhe seiner Bezüge als Vorstandsvorsitzer. Im Jahr 2007 betrugen diese rund 4,4 Mio. Euro, womit er zu den bestbezahlten Managern in Deutschland gehört. Ein Großteil der Bezüge besteht aus Aktienoptionen. Kein Wunder, dass er auf der letzten Hauptversammlung der Freenet AG nur von 58 Prozent der anwesenden Aktionäre entlastet wurde.
 

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