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Insolvenzverfahren gegen mutmaßlichen Anlagebetrüger Kiener eröffnet

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Über das Vermögen des mutmaßlichen Anlagebetrügers Helmut Kiener hat das Insolvenzgericht Aschaffenburg das Insolvenzverfahren eröffnet. Da sich eine Vielzahl der Gläubiger über ganz Europa verteilt, hat das Gericht ein sog. EU-Hauptinsolvenzverfahren angestoßen. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Tobias Hoefer bestellt.

Für geschädigte Anleger ist es nun wichtig, ihre Forderungen rechtzeitig zum Insolvenzverfahren anzumelden. Hierzu sollten sie im Zweifel rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass Gläubiger auf diesem Wege nur einen Bruchteil ihrer investierten Mittel zurück erhalten werden. Nach vorläufigen Schätzungen des Insolvenzverwalters steht dem noch vorhandenen Vermögen von rund 500 T€ ein Schaden von rund 345 Mio. € bei fast 5.000 Kleinanlegern und Banken gegenüber. Allerdings geht Hoefer davon aus, dass weitere Vermögenswerte im Ausland vorhanden sein könnten, die aber noch ermittelt werden müssten.

Helmut Kiener steht bereits wegen des Verdachts auf Betrug, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung vor Gericht. Er soll zugegeben haben, Kontoauszüge seiner Fonds so manipuliert zu haben, dass Gewinne ausgewiesen wurden, obwohl die Fonds meistens Verluste schrieben. Fast 5.000 Kleinanleger sollen ihr Geld in diesen Fonds angelegt haben, die mit hohen Renditen beworben wurden.

 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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