Phoenix-Pleite: Das Warten auf Godot |
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Der Versuch, die von der Phoenix-Pleite betroffenen Anleger angemessen zu entschädigen, nimmt immer mehr absurde Züge an. Den rund 30.000 Opfern wurde bereits ein erhebliches Maß an Geduld abverlangt, ohne dass sich dies in irgendeiner Form positiv ausgezahlt hätte. Und es steht zu befürchten, dass das lange Warten in eine weitere Runde geht. Die Mitglieder der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) blockieren eine Sonderbeitragserhebung in Höhe von 29 Mio. Euro, die dazu dienen soll, die leeren Kassen der EdW so weit aufzufüllen, dass mit der Entschädigung der Phoenix-Opfer fortgefahren werden kann. Nun landet der Vorgang vor Gericht und das bedeutet, die Opfer müssen sich erneut in Geduld üben. Nach Informationen des Handelsblatts aus dem Bundesfinanzministerium (BMF) sollen 648 der 720 beitragspflichtigen EdW-Mitgliedsunternehmen Widerspruch gegen den Sonderbeitragsbescheid erhoben haben. Zwölf EdW Mitglieder sind bereits vor das Verwaltungsgericht Berlin gezogen, dessen Entscheidung kaum vor Sommer 2008 zu erwarten sein dürfte, so das BMF. Nach Erkenntnissen des BMF sollen bisher lediglich 39 Anleger Entschädigung in Höhe von rund 780.000 Euro erhalten haben. Die übrigen Anleger gingen bisher wegen Geldmangels leer aus. Zwar war die Phoenix-Pleite für die Bundesregierung Auslöser, über eine Reform der bisherigen Einlagensicherung nachzudenken. Es steht jedoch zu befürchten, dass es lediglich zu einer Restrukturierung der EdW reichen wird, auch wenn eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist.
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