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EdW kann Geldnöte nicht überwinden

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Die durch die Pleite der Phoenix Kapitaldienste GmbH im Jahr 2005 in finanzielle Bedrängnis geratene Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kommt nicht aus ihren Geldnöten. Der einzige Schadensfall in der Geschichte der EdW brachte diese in ein finanzielles Ungleichgewicht, aus dem sie sich bis heute nicht befreien konnte.

Auf rund 200 Mio. € soll sich der Schaden belaufen, der den rund 30.000 Anlegern durch die Phoenix-Pleite entstanden ist. Mit der Begleichung des Schadens war die EdW von Anfang an überfordert. Nachdem Versuche scheiterten, die notwendigen Mittel über Sonderbeiträge bei den Mitgliedern der EdW einzutreiben, sprang schließlich Ende 2008 die Regierung ein und gewährte ein Darlehen über 128 Mio. €, rückzahlbar in fünf jährlichen Raten zu je 25,6 Mio. €.

Aus diesen Mitteln wurden inzwischen an Entschädigungszusagen in Höhe von rund 49 Mio. € an rund 12.600 Phoenix-Opfer geleistet. Doch mit der für September 2010 anstehenden ersten Rückzahlungsrate wird offenbar, dass nach wie vor eine notorische Unterfinanzierung der EdW vorliegt, da aller Voraussicht nach diese Rate nicht geleistet werden kann.

Bei der Frage, woher die fehlenden Mittel kommen sollen, die die EdW auf eine solide finanzielle Basis stellen könnten, winken die Mitgliedsunternehmen bereits ab. Ihrer Auffassung nach sind sie bereits im Rahmen der bestehenden Beitragspflichten unzumutbar hoch belastet. Noch ist völlig unklar, woher die fehlenden Mittel kommen sollen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht am Ende auf die Taschen des Steuerzahlers hinausläuft.

 

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Vermittler sehen sich gerade in jüngster Zeit sehr häufig dem Problem ausgesetzt, dass Kapitalanlagen einen deutlich schlechteren Verlauf genommen haben, als dies in den Prospekten und durch die Initiatoren der Produkte oder sonstige Verantwortliche dargestellt wurde. Schlimmstenfalls sind sogar Totalverluste eingetreten.

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