Citibank bietet Lehman-Geschädigten Teil-Rückzahlung an |
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Nachdem die meisten Banken zunächst wenig Bereitschaft erkennen ließen, für den Schaden aufzukommen, der ihren Kunden durch den Erwerb von Zertifikaten des Bankhauses Lehman Brothers entstanden war, scheint sich nunmehr doch noch eine Veränderung anzubahnen: die Citibank bietet die Rückzahlung von 30 bis 80 Prozent des investierten Kapitals an.
Sie möchte auf diese Weise das verloren gegangene Vertrauen ihrer Kunden zurückgewinnen. Dennoch sollten geschädigte Anleger, die ihre Zertifikate über die Citibank erworben haben, zunächst dieses Angebot in Ruhe prüfen, denn es ist mit Bedingungen versehen. Nach Angaben der Citibank soll nur rund jeder vierte Betroffene überhaupt in den Genuss einer (Teil-)Erstattung kommen. Nach Angaben des Handelsblatts vom 28. Mai 2009 sollen beispielsweise alle Anleger leer ausgehen, die im letzten Jahr vor Kauf der Lehmanzertifikate Aktien, Optionsscheine oder Unternehmensanleihen oder andere Zertifikate geordert oder die eine wachstumsorientierte Anlagestrategie gewählt haben. Darüber hinaus sollen auch alle Anleger außen vor bleiben, die ihre Lehman-Zertifikate vor dem 1. Juni 2006 erworben haben oder die ein Verfahren gegen die Citibank führen. Dies zeigt, dass es der Bank wahrscheinlich vor allem darauf ankommt, den Kreis der Berechtigten nicht zu groß werden zu lassen und vornehmlich ältere Anleger mit konservativer Anlagestrategie zumindest teilweise zu entschädigen. Anleger sollten daher zunächst das Angebot der Citibank gründlich abwägen. In vielen Fällen könnte der Weg des Schadenersatzes Erfolg versprechender sein. Dies gilt natürlich insbesondere für solche Anleger, die durch das grobe Raster der Bank gefallen sind und daher leer ausgehen. Hier sollte man sich im Zweifel Expertenrat einholen, um die eigenen Chancen im Falle der gerichtlichen Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen realistisch beurteilen zu können.
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