Lehman-Pleite: auch deutsche Großunternehmen betroffen |
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Die Pleite des US-Bankhauses Lehman Brothers hat nicht nicht nur deutsche Kleinanleger und Finanzinstitute getroffen. Auch andere Teile der deutschen Wirtschaft sitzen auf teilweise hohen Forderungen gegen die US-Bank.
Ob und in welcher Höhe diese letztlich eingebracht werden können, ist bisher noch offen.
Die Forderungsliste des amerikanischen Forderungsverwalters Epiq enthält angeblich namhafte DAX-Konzerne, wie z.B. Volkswagen mit Forderungen von rund 224 Mio. US-Dollar, oder Siemens mit rund 140 Mio. US-Dollar. Presseberichten zufolge sollen sich fast sämtliche DAX-Konzerne auf dieser Liste mit mehr oder weniger hohen Ansprüchen gegen Lehman befinden. Die geben sich allerdings recht wortkarg und lehnen in den meisten Fällen jeden weiteren Kommentar ab. Doch nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch gemeinnützige Organisationen, die sich bei Lehman offensichtlich verspekuliert haben, befinden sich angeblich auf der Forderungsliste. Bei der Klaus-Tschira-Stiftung sollen angeblich Forderungen von über 900 Mio. Dollar aufgelaufen sein, während es bei der Hans-Böckler-Stiftung angeblich „nur" zwei Mio. € sein sollen. Bemerkenswert ist, dass hier Presseberichten zufolge bereits Klage gegen die Anlagevermittler eingeleitet worden sein soll, weil man seinerzeit festgelegt habe, nur Geldanlagen zu tätigen, die unter die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken fallen. Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere Organisationen mit Klagen gegen die Anlagevermittler folgen werden.
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